18. August 2019

Neu beim ISW 2019

18. August 2019

39. Internationales ISW

Inklusiv, International und breitensportlich – zahlreiche Neuerungen beim ehemaligen Behindertensportfest

Vor 38 Jahren entstand die Idee in Wilhelmshaven, ein Behindertensportfest mit internationaler Beteiligung durchzuführen. Ideengeber und über mehrere Jahre Organisationsleiter war Helmut Möhle. Zum damaligen Zeitpunkt hatte die Idee noch Alleinstellungsmerkmal und bezog sich nur auf behinderte Menschen.

Mit zahlreichen Neuerungen wartete das letztjährige Internationale InklusionsSportfest Wilhelmshaven (kurz: ISW) auf. 2018 erstmalig mit der neuen Bezeichnung und dem modifizierten Logo für das ehemalige Behindertensportfest waren dabei Ausdruck einer inhaltlichen Neuorientierung auf dem Weg zu einer inklusiven Sportveranstaltung. Dabei wurden die Sportarten Golf, Segeln und Bowling erstmalig angeboten: als inklusive Sportangebote sowohl für Menschen mit- als auch für Menschen ohne Behinderungen.

„Im Zusammenspiel mit den Teams der einzelnen Sportarten“ so der Organisationsleiter Jan Alter, „wollen wir auch in 2019 eine reibungslose Organisation gewährleisten, um die Veranstaltung mittelfristig wieder an Bedeutung gewinnen zu lassen“.

Die Teamleiter im Einzelnen: Sportschießen (Manfred Bucksch), Tischtennis (Kerstin Gichtbrock), Blindentorball (Wolfgang Noltemeier), Leichtathletik (Norbert Oelrichs), Kegeln (Doris Tjarks), Blindenschießen (Dietmar Janssen), Rollstuhl-Basketball (Harald Fürup), Golf (Michael Hibbeler), Segeln (Conrads Giovanni), Schwimmen (Ingo Mai), eSports (Andreas Janßen).

Mit Hartmuth Sager als Leiter der Geschäftsstelle und Andrea Anders, seit dem 01.01.2019 Nachfolgerin von Christiane Plagemann, bringen darüber hinaus zwei weitere Mitarbeiter des Stadtsportbundes ihr Know-how und ihre Erfahrungen in die Organisation mit ein. Ebenfalls aktiv eingebunden in die Veranstaltung wird darüber hinaus eine Gruppe von WiKi-Sportlern, die im vergangenen Jahr eine Ausbildung zum Assistenztrainer erfolgreich absolviert haben.

Zukünftig soll der Fokus darauf gelegt werden, das ISW als eine breitensportliche Veranstaltung zu etablieren, um dem Trend rückläufiger Teilnehmerzahlen entgegen zu wirken. Dieses Jahr werden 745 Sportdisziplinen durchgeführt.

Ein sehr geringes öffentliches Interesse sorgte in der Vergangenheit dafür, dass sich die Sportler in den allermeisten Fällen vor einer „Geisterkulisse“ präsentierten und nirgendwo so recht Stimmung aufkam. Hierzu werden Gespräche mit Schulen und Vereinen geführt werden, um auch in diesem Bereich die Rahmenbedingungen für die Teilnehmer zu verbessern.

Zu den insgesamt angebotenen Sportarten Golf, Segeln, Bowling, Tischtennis, Leichtathletik, Kegeln, Blindenschießen, Rollstuhl-Basketball, Schwimmen und Sportschießen kommt in diesem Jahr neu der elektronische Sports (eSports) dazu. Hier findet ein Fifa-Fußballturnier am Freitag statt. Am Sonntag steht im Sportpark ein Zelt mit 2 Stationen zum Ausprobieren zur Verfügung. Beim Rollstuhlbasketballturnier treten insgesamt 7 Mannschaften aus der Regional- und Landesliga gegeneinander an.

Weiterhin steht im Sportpark für die Kleinen der Spielewagen sowie eine Großrutsche zur Verfügung.

Dieses Jahr hat das ISW zwei Schirmherren, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach (Präsident des Landessportbundes von Niedersachsen) und Karl Fink (Präsident des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen).

Informationen unter: https://isw-ssb.de/

Bericht: Hartmut Sager



18. August 2019

NordseeMan 2019

Triathlon-Landesliga beim NordseeMan Wilhelmshaven 2019

Premiere in Wilhelmshaven gelungen 

Einige Fragezeichen in den Gesichtern und eine ungewöhnlich hohe Nervosität vor dem Start des Team-Relays – so lässt sich die Gefühlslage der Landesligastarter beim NordseeMan 2019, dem vierten von fünf Saisonrennen, wohl ganz gut beschreiben. Und eins vorweg: das neue Rennformat war ein voller Erfolg und der Wunsch nach einer Wiederholung im kommenden Jahr vereinte alle Mannschaften gleichermaßen. 

Das Renngeschehen gestaltete sich sehr abwechslungsreich und dynamisch. Fünf Mitglieder (bei Herren- und Mixed-Mannschaften) bzw. drei Mitgliederinnen (bei Frauen-Mannschaften) gingen nacheinander auf eine 250-Meter lange Schwimm- und unmittelbar folgend 1.000-Meter lange Laufstrecke. Per Abschlag wurde jeweils das nächste Teammitglied auf die kurze, schnelle Reise geschickt. Unter den 24 Herren-/Mixed- und 11 Frauen-Mannschaften entwickelte sich ein hochspannendes Staffelrennen, was der VfL Wolfsburg mit 1:22 Minuten Vorsprung vor der Heimmannschaft vom TSR Olympia Wilhelmshaven und weiteren 1,5 Sekunden vor Oldenburg für sich entscheiden konnte. Bei den Frauenmannschaften konnten sich die Triathletinnen vom ASC Göttingen vor dem Triathlon-Team Braunschweig und Buxtedhude eine gute Ausgangsposition für den folgenden Wettkampf sichern.

Im zweiten Rennen des Tages, einem Jagd-Sprinttriathlon, wurde in den zuvor erkämpften Zeitabständen jedes Team -nun in der jeweiligen Gesamtstärke- „zu Wasser gelassen“ und nahm die Verfolgung der vorderen Mannschaften bzw. die Flucht vor den dahinter startenden Teams auf. Jedes Mitglied absolvierte nun 500 Meter schwimmend, 20 Kilometer auf dem Rad und schließlich einen 5-Kilometer langen Lauf.

Bei den Männer-/Mixed-Mannschaften siegte überraschend die Heimmannschaft vom TSR Olympia Wilhelmshaven vor Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg. Die Siegerinnen gehören dem Triathlonteam Braunschweig an, vor dem ASC Göttingen und dem TSV Anderten.

Ein letzter Wettkampf der Landesliga-Saison 2019 steht nun noch bevor. Am Samstag, den 24.08.2019, steigt das große Finale in Helmstedt.

JuniorNordseeMan Wilhelmshaven 2019

Vierter Wettkampf der Schüler-Nord-Cup-Serie 2019 – Duathlon in Wilhelmshaven

Am Samstag, den 10.08.2019, fand der vierte Wettkampf der Schülerserie Nord 2019 statt. Gastgeber diesmal war der TSR Olympia Wilhelmshaven, der den JuniorNordseeMan 2019 in gewohnt professioneller und souveräner Manier ausrichtete. 

So starteten zum diesjährigen JuniorNordseeMan-Duathlon in Wilhelmshaven insgesamt 96 Nachwuchstriathleten der Schüler-Nord-Cup-Serie. Bei sommerlichem Wetter mit 22 Grad, aber heftigem Wind, erkämpften sich die Kinder und Jugendlichen weitere Punkte für die Gesamtwertung. Dabei zeigten alle Teilnehmer hervorragende Leistungen und machten die Veranstaltung zu einem phantastischen Schauplatz für den Nachwuchssport, der die gute Jugendarbeit der Vereine widerspiegelt.

Am 24.08.2019 und 25.08.2019 wird die Schüler-Nord-Cup-Serie 2019 mit dem 29. Oldenburger Triathlon fortgeführt.

Bericht: Philipp Hoell

Bild: SSB


3. August 2019

Silbersee Triathlon Stuhr

Wilhelmshavener Triathleten von neuer Teamkleidung beflügelt

Die positive Tendenz setzt sich weiter fort: Am Sonntag, den 29.07.2019, erreichte die Landesliga-Mannschaft des TSR Olympia Wilhelmshaven Abteilung Triathlon/Duathlon mit Platz 8 (von 24 Mannschaften) im dritten von fünf Saisonrennen das beste Saisonergebnis bislang. In den Rennen zuvor konnten die Plätze 16 (Hannover-Limmer) und 9 (Peine) erkämpft werden.

Wie schon in Peine stand auch in Stuhr die olympische Distanz auf dem Programm: 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Das Wetter dazu war gut: sommerlich angenehme Temperaturen und Sonnenschein. Allerdings war auch ein deutlicher Windzug auf der Radstrecke zu spüren, der dann beim abschließenden Lauf abgeflaut war und daher keine Kühlung mehr brachte.

Ungeachtet dessen konnten die Triathleten des TSR Olympia Wilhelmshaven einmal mehr sowohl im Team als auch individuell mehr als überzeugen.

Die Landesliga-Mannschaft um Mannschaftsführer Philipp Hoell ging mit acht Startern ins Rennen. Besonders überzeugen konnten in dieser Konkurrenz Melanie Graf und Sven Vanderschot. Graf belegte unter allen Landesliga-Startern der Herren-/Mixed-Wertung Platz 82 (2:24:09 Stunden), Vanderschot wurde 10. (2:09:45 Stunden). Dazwischen lagen mit Hoell (2:15:57 Stunden, 38.), Christian Bruns (2:20:10 Stunden, 58.) und Richard Fruehmann (2:20:22 Stunden, 59.) drei weitere Wilhelmshavener Teammitglieder. Diese fünf bildeten mit der Summe ihrer Platzziffern die Mannschaftswertung. Der 8. Platz im Feld der 24 Mannschaften umfassenden Landesliga in der Herren-/Mixed-Wertung ergab sich dann allerdings gerade auch aus der Tatsache, dass es den anderen drei Teammitgliedern (Hauke Theiler, 105., 2:27:09; Felix Becker, 134., 2:33:16; Lena Baller, 162., 2:58:40) gelang, Konkurrenten anderer Vereine hinter sich zu lassen und damit für höhere Platzsummen zu sorgen.

In die Gesamtwertung aller Einzelstarter über die Olympische Distanz flossen neben den erwähnten Landesligastartern auch die Regionalligisten und freien Starter rein. In diesem großen Starterfeld (316 Männer, 75 Frauen) platzierten sich gerade Graf und Vanderschot besonders beachtlich. Graf belegte unter den Frauen den insgesamt fünften Platz und in ihrer Altersklasse Platz 1. Vanderschot schaffte es als Zweiter ebenfalls aufs AK-Treppchen und war 13.-schnellster Mann insgesamt. Eine fälschlicherweise verhängte Zeitstrafe von 15 Sekunden und eine Fehlleitung beim Radfahren haben eine noch bessere Platzierung dabei sogar noch verhindert.

Neben den Landesliga-Startern kämpften noch weitere TSR-Triathleten um persönliche Bestzeiten und suchten daher in Stuhr die sportliche Herausforderung. Sandra Junge benötigte 2:56:01 Stunden – so schnell war sie noch nie auf dieser Distanz unterwegs und war darum auch unglaublich zufrieden. Christian Jopt erreichte nach 2:24:37 Stunden glücklich das Ziel, konnte er doch gerade beim abschließenden Laufen mit 41:41 Minuten auf 10 Kilometern -bei den beschriebenen Bedingungen- absolut überzeugen.

Neben der Olympischen Distanz boten die Ausrichter des Silbersee-Triathlons auch in diesem Jahr wieder eine Volks-/Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) an. Sarah Becker kam nach 1:16:47 Stunden, Holger Sauerwald nach 1:20:34 Stunden und Stefanie Perschel nach 1:44:42 Stunden ins Ziel.

Zu dem sehr guten Team- und den tollen Einzelergebnissen hat sicherlich –neben der guten Trainingsarbeit– auch das einheitliche Auftreten im brandneuen Teamdress beigetragen. 

In zeitintensiver, mühevoller und letztlich überaus gelungener Fleiß- und Lobbyarbeit haben es Graf, Vanderschot und Thomas Klingenberg im vergangenen Herbst und Winter geschafft, die Sponsoren Sparkasse Wilhelmshaven, Intersport Leffers und Öffentliche Oldenburg für die Idee zu begeistern, einen finanziellen Beitrag zum Vereinssport des TSR Olympia Wilhelmshaven Abteilung Triathlon/Duathlon zu leisten. Mit dem Geld wurde eine professionelle Grafikdesignerin beauftragt, ein individuelles Design für die Triathlonbekleidung des Vereins zu erstellen und für verschiedene Produkte (wie Triathlon-Einteiler, Lauf-T-Shirts oder Radtrikots) anzupassen. Gleichzeitig stellte Vanderschot den Kontakt zu RenéRosa, einer in Deutschland produzierenden Trikotmanufaktur, her. Anfang diesen Jahres konnten alle Puzzleteile zusammengefügt werden und im Frühjahr, nach Anproben von Mustern, ging eine große Bestellung raus. Mit etwas Verzögerung, aber dafür umso mehr als gelungene Überraschung, erreichte die erste Lieferung in der Woche vor dem Stuhr-Wettkampf seinen Bestimmungsort. Zur großen Freude aller Starter. Der Mannschaftsführer der Landesliga-Mannschaft, Philipp Hoell, äußerte sich anschließend wie folgt: „Mit unserer neuen Vereinskleidung sind wir in Stuhr richtig positiv aufgefallen. Unsere Supporter und wir Sportler selbst haben uns auf den Wendepunktstrecken beim Radfahren und Laufen gegenseitig schon in der Ferne erkannt – Motivation pur! Vielen Dank an dieser Stelle im Namen des gesamten Vereins an unsere Sponsoren!“

In den noch ausstehenden Saisonrennen der Landesliga (10.08. NordseeMan Wilhelmshaven und 24.08. Helmstedt), der Verbandsliga (11.08. Braunschweig, 18.08. Altwarmbüchen und 01.09. Bleckede) und weiterer geplanter Einzel- und Staffelstarts (z.B. beim OstseeMan am kommenden Sonntag, den 04.08. oder beim IRONMAN70.3 in Zell am See am 01.09.) wird die neue Teambekleidung hoffentlich ebenso zu starken Leistungen verhelfen. Die Vorfreude bei den Wilhelmshavener Triathleten ist bereits riesig.

Pressewart TSR Olympia Wilhelmshaven Abt. Triathlon/Duathlon:

Philipp Hoell

3. August 2019

16. Friesencross

Beim 16. Friesencross starteten in diesem Jahr fünf Nachwuchstriathleten sowie drei Erwachsene der Duathlon-/Triathlon-Abteilung des TSR Olympia Wilhelmshaven. Es galt sich beim Friesencross einer besonderen Art der Herausforderung zu stellen. Denn die Triathleten mussten sich auf unterschiedliche Bodenbeläge der Laufstrecke einstellen. Von Betonwegen über Passagen im Sand bis hin zum Durchqueren vom matschigen Watt und knietiefen Prielen.

Auch das Wetter zeigte sich von seiner allerbesten Seite und bescherte sonnige 31 Grad im Schatten, die sich jedoch durch den üppigen Seewind frischer anfühlten.

Emma Lehmann erkämpfte sich trotz eines Sturzes und Verletzungen in der Altersklasse SchülerInnen W8 (1000 Meter) den 3. Platz mit einer Zeit von 04:57 Minuten. In der Altersklasse SchülerInnen W11 (2000 Meter) erlangte Malin Olbrich den 4. Platz mit 09:44 Minuten, gefolgt von Melina Mattfeldt mit dem 5. Platz und 09:45 Minuten. Carina Ceronio erkämpfte sich den 1. Platz in ihrer Altersklasse SchülerInnen W12 (2000 Meter), in 08:50 Minuten. Max Zipperling erreichte das Ziel in seiner Altersklasse Schüler M13 (2000 Meter) mit einer Zeit von 10:45 Minuten.

Dag Lehmann erkämpfte sich den 6. Platz in der Altersklasse Senioren M30 (10 Kilometer) in einer Zeit von 49:30 Minuten. In der Altersklasse Senioren M40, ebenfalls über zehn Kilometer, erlief Mirko Hergenröther den 36. Platz in einer Zeit von 1:25:10 Stunden, knapp gefolgt von Olaf Gärtner (37. Platz) in einer Zeit von 1:25:11 Stunden.

Insgesamt war der 16. Friesencross in Schillig durch die Strandatmosphäre und das dazu passende Sommerwetter eine entspannte und tolle Veranstaltung – mit eben besonderen Herausforderungen.

Verfasser:

Olaf Gärtner

21. Juli 2019

TSR Triathlon

TSR-Triathleten im Langdistanz-Fieber

Melanie Graf schafft bei IRONMAN-Premiere Hawaii-Qualifikation – theoretisch

Ende Juni/Anfang Juli war es schließlich soweit: das monatelange Training hatte ein Ende und die Früchte der harten Arbeit sollten geerntet werden. Denn DAS Rennen des Jahres war gekommen: 3,8 Kilometer schwimmen, ca. 180 Kilometer Radfahren und zum Abschluss einen Marathon (42,195 Kilometer) laufen. Dieser Herausforderung stellten sich kürzlich gleich mehrere Triathleten des TSR Olympia Wilhelmshaven.

Den Anfang machte Gerhard Fust, der bei der IRONMAN European Championship 2019 am 30. Juni 2019 in Frankfurt an den Start ging. Bei Temperaturen um 38 Grad Celsius sollte das ein besonders hartes Unterfangen werden. So konnten auch die zahlreichen TSR-Unterstützer, die in Frankfurt an der Strecke anfeuerten, nicht verhindern, dass Fust nach dem Radfahren sein Langdistanz-Rennen beenden musste. Vielleicht war das auch einfach eine vernünftige Entscheidung, angesichts der unerträglichen Hitze. 

Das 3,8 Kilometer lange Schwimmen im Langener Waldsee vor den Toren Frankfurts beendete der TSR-Triathlet in einer Zeit von 1:16:51 Stunden; schon hier machten sich die sommerlichen Temperaturen der Vortage in der Main-Metropole bemerkbar, denn es wurde ohne Neoprenanzug (gleichbedeutend mit einer Auftriebs- und Schwimmhilfe, aber eben auch ein nicht benötigter Kälteschutz) geschwommen. Vor diesem Hintergrund also eine sehr gute Schwimmleistung.

Das nachfolgende Radfahren im östlichen Taunus sollte dann aber das Ende des langen Triathlontages für Fust bedeuten. Hitze und aufkommender starker Wind, insbesondere auf der zweiten Radrunde, führten zur Aufgabe des Rennens. Immerhin hatte Fust die 185 Kilometer lange Radstrecke in 7:27:47 Stunden bewältigt. Viele seiner MitstreiterInnen waren zu diesem Zeitpunkt schon aus dem Rennen ausgestiegen. Viele – auch Profis wie der amtierende Weltmeister Patrick Lange und die 2018-Roth-Siegerin Daniela Bleymehl geb. Sämmler – hatten mit Magenproblemen zu kämpfen und gaben auf. Insofern wähnte sich Fust in prominenter Gesellschaft und hat sicherlich die richtige Entscheidung im Sinne der Gesundheit getroffen.

Apropos Roth: 

Eine Woche später, am 07.07.2019, fand im Landkreis Roth – einige Kilometer südlich von Nürnberg – zum 36. Mal die sogenannte Challenge Roth statt. Hier starteten gleich vier Wilhelmshavener Triathleten.

Melanie Otte hatte sich als Staffelschwimmerin zur Verfügung gestellt und überzeugte mit einer starken Schwimmzeit von gerade einmal 1:12:01 Stunden. Das Schwimmen im Main-Donau-Kanal – samt der Erlaubnis, einen Neoprenanzug tragen zu dürfen – war ein toller Auftakt in diesen Wettkampf. Die Gesamtzeit von Ottes Staffel betrug im Ziel 9:46:02 Stunden.

Ebenfalls in einer Staffel aktiv war Burkhard Omland, der den Laufpart übernahm und hier mit einer Zeit von 3:46:33 Stunden überzeugte. Insgesamt war seine Staffel 15 Minuten schneller (9:31:11 Stunden).

Außerdem gingen in Roth noch zwei Einzelstarter an den Start. Anders als in Frankfurt eine Woche zuvor waren die Temperaturen am Wettkampftag doch mehr als erträglich. Vor dem Schwimmstart und kurzzeitig auf der Radstrecke gab es sogar einen leichten Regenschauer. Im Laufe des Tages pendelte sich das Thermometer bei ca. 25 Grad Celsius ein. Christoph Scholz und Philipp Hoell hatten also “nur” mit dem teils kräftigen Wind beim Radfahren und Laufen zu kämpfen. Beide zeigten couragierte Leistungen und benötigten folgende Zeiten (Gesamtzeit inkl. Wechselzeiten):


SchwimmenRadfahrenLaufenGesamtzeit
Christoph Scholz1:05:235:10:563:56:4410:21:01
Philipp Hoell1:02:035:13:483:43:0610:04:39

Hoell war nach seiner Langdistanz-Premiere noch immer völlig überwältigt von dem tollen Support; ein 8-köpfiges Team bestehend aus Vereinskollegen und Freunden hatte tatkräftig und durchgängig unterstützt. So übertraf er in Roth alle Erwartungen, “besonders die eigenen, dank der Anfeuerungen an der Strecke”, wie er nach dem Rennen feststellte. Hoell weiter: „An dieser Stelle möchte ich auch ganz herzlich meinem Trainer Sven Vanderschot danken. Ohne ihn wäre meine erste Langdistanz nicht so überwältigend verlaufen!“

Doch damit noch nicht genug:

Zeitgleich zur Challenge Roth wurde am Sonntag, den 07.07.2019, der IRONMAN Austria in Klagenfurt am Wörthersee ausgerichtet. Genau wie bei der Europameisterschaft in Frankfurt eine Woche zuvor war es auch bei diesem Wettkampf möglich, sich für die legendäre IRONMAN-Weltmeisterschaft auf Hawaii im Oktober diesen Jahres zu qualifizieren. Dies schafft man, wenn es gelingt, sich in seiner Altersklasse entsprechend weit vorne zu platzieren. Sven Vanderschot, der bereits angesprochene Trainer, und seine Verlobte, Melanie Graf, gingen nicht mit diesem Ziel dort an Start – in diesem Jahr spielen die laufenden Hochzeitsvorbereitungen doch eine wichtigere Rolle. Dennoch haben sich beide akribisch auf die Langdistanz vorbereitet, und das eben seit Monaten. Für Vanderschot sollte es der siebte Wettkampf seiner Karriere über diese Distanz sein, während Graf – wie auch Hoell in Roth – erstmals den Mythos Langdistanz vor Augen hatte. Wie in Frankfurt galt auch im Wörthersee Neoprenverbot. Die Radstrecke hatte neben vielen Höhenmetern und steilen Anstiegen vor allem eins zu bieten: Hitze. Folglich aufkommende Hitzegewitter mit starken Windböen führten zum einen zu einer willkommenen Abkühlung der Sportler auf der Rad- bzw. schon auf der Laufstrecke – aber verlangten auch besondere Vorsicht. Zum anderen wurde nämlich im laufenden Rennen sogar der Zielbereich zwischenzeitlich evakuiert. Gestartet waren weit über 3.000 Triathleten, ins Ziel schafften es auch aufgrund des Wetters und der körperlichen Strapazen aber lediglich 2.500. 

Dessen ungeachtet und trotzend, erzielten die beiden TSR-Triathleten folgende hervorragende Ergebnisse (Gesamtzeit inkl. Wechselzeiten):


SchwimmenRadfahrenLaufenGesamtzeit
Melanie Graf1:14:245:45:403:45:4110:54:10
Sven Vanderschot1:04:495:11:013:54:3010:16:49

Während Vanderschot den insgesamt 268. Platz aller 2500 Finisher erreichte, belegte Graf in ihrer Altersklasse Platz 4 von 69 gleichaltrigen Frauen, Platz 33 von insgesamt 343 Frauen und war insgesamt 564. im Ziel aller 2500 Finisher. 

Ihr Altersklassenergebnis stellte sich im Nachhinein als ausreichend heraus für die Hawaii-Qualifikation – „eine Wahnsinnsleistung bei einer Langdistanz-Premiere“, wie ihr Trainer und Verlobter Vanderschot neidlos anerkannte. Doch Grafs Hochzeitspläne lassen dies hinten anstehen. Eine Wiederholung in 2020 scheint nicht ausgeschlossen…

Bilder: Sven Vanderschot und Martina Kothe

Pressewart TSR Olympia Wilhelmshaven Abt. Triathlon/Duathlon:

Philipp Hoell

21. Juli 2019

DM der Jugend

Deutschen Meisterschaften der Jugend im Florett und Säbel

In Eislingen, Weinheim und Moers wurden die Deutschen Meisterschaften im Florett und Säbel ausgetragen. Die Fechtabteilung des WSC Frisia war gleich mit drei Teilnehmern über die Rangliste des Niedersächsischen Fechtverbandes qualifiziert. Oskar Marx in der Klasse U17 im Säbel und Florett. Er verzichtete im Säbel auf die DM, die in Eislingen stattfand, denn eine Woche später fand die DM  im Herrenflorett in Weinheim statt. Entfernungen, die man aus dem Norden kommend zeitlich kaum schaffen kann. Sein Schwerpunkt ist auch das Florett. Mit viel Engagement und Motivation ging er an den Start und die Enttäuschung war groß, weil die Platzierung nur den 94. Rang ergab. Er hatte sich den Verlauf seiner Premiere anders vorgestellt.

In Moers fanden im Florett die Deutschen Meisterschaften für die U13 weiblich und U13 männlich statt. Als amtierender Landesmeister startete Noah Beuermann das erste Mal auf so einer großen Bühne und dementsprechend war sein Lampenfieber. Im Gesamtklassement war es der 56. Rang. Dabei sein war für ihn aber nicht alles, denn für das nächste Jahr hat er sich mehr vorgenommen, wenn er denn die Qualifikation schafft. In der weiblichen U13 wuchs Linnea Janßen über sich hinaus, denn ihre Platzierung auf dem 38. Rang war eine beachtliche Leistung. Deutsche Meisterschaften haben eben einen höheren Stellenwert und die Erfahrung  haben alle drei Frisia Fechter mit nach Hause genommen. Das Niveau auf Landesebene reicht nicht aus, sich auf Bundesebene gegen die starke Konkurrenz mit den wesentlich besseren Trainingsmöglichkeiten durchzusetzen. Fechtmeisterin Heidrun West ist trotzdem stolz auf ihre Schützlinge, weil sie führend in Niedersachsen sind und sich die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft fleißig erarbeitet haben.    

Bild (privat) von links : Oskar Marx, Linnes Janßen, Noah Beuermann

Bericht: Heidrun West

21. Juli 2019

Landesmeisterin im Bogensport

Unsere Landesmeisterin beim Bogensport kommt vom STV Wilhelmshaven

Der TuS Zeven hat auch in diesem Jahr wieder für optimale Bedingungen gesorgt auf der Landesmeisterschaft im Bogensport. 217 Bogensportler  aus ganz Niedersachsen hatten sich qualifiziert und  waren zu dem Turnier eingeladen. Die Sonne zeigt sich an diesem Wochenende von ihrer besten Seite und auf dem Platz wurde  eine Temperatur von 38 Grad angezeigt.

Nach der Begrüßung und 45 Minuten Einschießzeit um sich auf die  Platz und Lichtverhältnisse einzustellen, begann der Wettkampf pünktlich um 10 Uhr.

Die Bogensparte vom  STV Wilhelmshaven war mit 2 Bogensportlern angetreten.

Geschossen wurde von den Wilhelmshavener, mit dem Olympischen (Recurve) Bogen und dem Blancbogen. Dabei sind 2 x 36 Pfeile so gut wie möglich in die goldene Mitte zu platzieren.

Für Olaf Koschke, der in Zeven an den Start ging, qualifizierte sich mit 566 Ringen nach erfolgreichem Abschluss und Titel des Bezirksmeisters für die Landesmeisterschaft. Es war sein erster spannender Wettkampf auf einer Landesmeisterschaft.
Er belegte mit 587 Ringen den elften Platz, super Leistung.
Für Sandra Schipper, unser alter Hase, sie nahm schon an ein paar Landesmeisterschaften teilgenommen, war es ebenfalls ein spannender Wettkampf. Sie qualifizierte sich mit 383 Ringen und Vizebezirksmeister für diese Landesmeisterschaft.
Sie belegte nach erfolgreichem Abschluss, mit 487 Ringen Platz eins und dem Titel Landesmeisterin.

Bericht: Melanie Rathje

STV Wilhelmshaven

5. Juli 2019

Bad Lippspringer Sprintercup

WSSV Schwimmerin holt zweimal Staffelgold und Silber in der Mannschaftswertung mit Team Weser-Ems

Zum letzten Wettkampf der Saison ging es am 29. Und 30. Juni für die WSSV-Schwimmerin Marje Thomßen (Jg. 2006) mit dem Bezirkskader Weser-Ems zum 37. Bad Lippspringer Sprintercup. Neben ihrer Schwester Janne, die terminbedingt nicht daran teilnehmen konnte, ist sie die einzige Jadestädterin im Kader. Mit ihrem „Team Weser-Ems“, bestehend aus 29 Athleten des Bezirkskaders der Jahrgänge 2009 bis 2006, sprangen sie für 134 Einzel- und neun Staffelstarts ins Wettkampfbecken mit 50 Meter Bahnen. Für Marje sprangen aufgrund der starken Konkurrenz in ihrem Jahrgang keine Podestplätze dabei heraus. Mit zwei vierten Plätzen über die 50 und 100 Meter Brust-Strecken in 0:41,14 und 1:30,50 Minuten ging es nur knapp an einer Medaille vorbei. Über 200m Lagen gelang ihr eine Verbesserung ihrer alten Bestzeit um 22 Sekunden auf 3:08,32 Minuten und damit Rang fünf. Bei den übrigen Einzelstarts positionierte sie sich im Mittelfeld. Erfolgreicher war sie bei ihren zwei Starts in einer Staffel. Beide Male konnte Sie sich mit ihren Teamkollegen vom „Team Weser-Ems“ Gold sichern. Bei den 4 x 50m Freistil schlugen sie nach 2:16,15 in einem spannenden Finish nur eine Sekunde vor dem zweitplatzierten 1. Paderborner SV 1911 an. Bei den 4 x 50m Lagen dominierten sie deutlich das Rennen und gewannen mit sieben Sekunden Vorsprung ebenfalls vor Paderborn.

Auch in der Gesamtwertung konnte das Team der mitgereisten Bezirkskader-Trainer Sönke Kühling, Wolfgang Grotelüschen, Nicole Heidemann, Nico Gerdes und Mathis Vornholt glänzen. Trotz des sehr jungen Durchschnittsalters erkämpften sie sich die Silbermedaille in der Mannschaftswertung und mussten sich nur den zahlenmäßig deutlich stärkeren Paderbornern geschlagen geben und ließen dabei 15 Vereine hinter sich. Jetzt geht es nach einer anstrengenden zehnmonatigen Wettkampfsaison, wie schon für die WSSV-Team-Kollegen von Marje ein bis zwei Wochen zuvor, in die wohlverdiente Sommerpause.

Bericht: Ingo Thomßen

Bild: Sönke Kühling

1. Juli 2019

„Swim and Run“ GTS Rüstersiel

Und die entscheidende Disziplin heißt: schnell umziehen!

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich über 60 fröhliche Kinder der drei vierten Klassen und dazu viele Erwachsene (Lehrerinnen, Lehrer und Eltern) am Mittwoch ein zum „Swim and Run“-Wettkampf der Ganztagsgrundschule Rüstersiel in Zusammenarbeit mit dem TSR (Birgit Otten) und der Deutschen Triathlon Union (DTU).

Es waren zunächst 100 Meter zu schwimmen (Brust) und nach dem Umziehen in einer „echten“ Wechselzone der 1000-m-Lauf zu absolvieren.

Das wettkampfgerechte Schwimmbecken des Freibades Nord und die wunderschöne und gut gepflegte Außenanlage boten sich für diesen Duathlon-Wettkampf geradezu an.

Und so waren die erzielten Zeiten auch wirklich sehenswert, bevor die Kinder sich zum Picknick auf dem Rasen des weitläufigen Freibadgeländes niederlassen durften! Und schließlich- quasi zur Entspannung – stand das ganze Bad zum Toben und Spielen zur Verfügung.

Einige Ergebnisse: Mädchen: 1.Milena de Jonge (7:17 min.), 2.Lisa Nguyen (8:14 min.), 3. Shania Schulz (8:37 min.), 4.Chiara Krenz (8:38 min.), 5. Celina Stindl (8:43 min.) und 6. Rieke Glandien (9:03 min.). Jungen: 1. Matti Hörig (7:52 min.), 2.Philip Pfarre (7:57 min.), 3. Bastian Geisler (8:12 min.), 4.Jonathan Arend (8:15 min.), 5.Thorne Spieß (8:28 min.) und 6. Timon Tecker (8:31 min.).

Bericht: Traugott Böhlke

1. Juli 2019

Jugendabteilung des TSR Olympia

Sportnachmittag mit Grillfest

Als diesjährige Saisonauftaktveranstaltung wurde am 22.06.2019 durch die Duathlon-/Triathlon-Jugendabteilung des TSR Olympia Wilhelmshaven auf dem Gelände der Wilhelmshavener Kanufreunde (WKF) ein Sportnachmittag mit Grillfest durchgeführt. Dabei stand als erster Programmpunkt eine Radausfahrt mit den Nachwuchstriathleten an. Bei Sonnenschein und angenehmen 20 Grad ging es in verschiedenen Radgruppen – dem Alter entsprechend – Richtung Südstrand, Mariensiel und sogar bis nach Dangast. Die Radausfahrt wurde in den verschiedenen Radgruppen auch genutzt, um weitere Fertigkeiten und Sicherheit auf dem Rad/Rennrad zu erlangen.

Wieder beim WKF-Gelände angekommen, wurde anschließend mit dem Grillfest begonnen. Der bunte Nachmittag mit Spiel und Spaß wurde darüber hinaus dazu genutzt, die Familie Keraudren aus dem Verein zu verabschieden.

Einige Kinder nutzen die Möglichkeit, im Banter See schwimmen zu gehen und dabei die „Hemmschwelle“ des Freiwasserschwimmens abzubauen.

Ein toller und bunter Nachmittag, um insgesamt Kraft zu tanken für die bevorstehenden Wettkämpfe der Schülerserie Nord 2019. Der Bericht aus Schwarme am 30.06.2019 folgt in Kürze.

Verfasser: Olaf Gärtner

Foto: Philipp Hoell

1. Juli 2019

O-See Triathlon in Uelzen

TSR-Triathleten zeigen starke Leistungen – trotz Trainingssturz und Infekt

Am 23. Juni 2019 starteten vier Triathleten des TSR Olympia Wilhelmshaven beim O-See Triathlon in Uelzen. Die in einer Fachzeitschrift als Perle des Nordens bezeichnete Veranstaltung zeichnet sich durch eine perfekte Organisation aus. Das Wetter stand dem in nichts nach. Mit 26 Grad Celsius Lufttemperatur und leichtem Wind auf der Radstrecke konnten die über 450 Teilnehmer bei perfektem Triathlonwetter starten und hatten faire Bedingungen auf den angebotenen Strecken.

Mit der vom Wettkampfgericht vorher gemessenen Wassertemperatur von 23,9 Grad im Oldenstädter See ging für die beiden aus Wilhelmshaven auf der Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 95 km Rad, 21,1 km Laufen) startenden Triathleten Sascha Sauer und Marcus Kröpelin die Erlaubnis einher, einen Neoprenanzug tragen zu dürfen. Sauer kam mit den Bedingungen im See erwartungsgemäß gut klar und konnte die Strecke, die mit einem kurzen Landgang zweimal zu schwimmen war, als 4. in einer Zeit von 27:40 Minuten beenden. Der Radkurs war mit einem kurzen aber steilen Anstieg versehen und musste auf der Mitteldistanz viermal durchfahren werden. Mit einem Radsplit von 2:29:39 Stunden war Sauer zufrieden und konnte noch unter den ersten 10 in die Wechselzone einbiegen, bevor es auf die Halbmarathonstrecke ging. Hier machte sich dann aber der in den Tagen zuvor erlittene Infekt bemerkbar, so dass er nicht seine Laufleistung abrufen konnte und schließlich in einer Gesamtzeit von 5:16:12 Stunden seine erste Mitteldistanz in dieser Saison als 21. in seiner Altersklasse finishte.

Trotz eines Trainingssturzes auf dem Rad am Anfang der Saison, der ein normales Training bis kurz vor dem Start unmöglich machte, ging Kröpelin an den Start der Mitteldistanz und konnte voll überzeugen. Mit einer Schwimmzeit von 35:58 Minuten und einer Radzeit von 2:42:06 Stunden machte sich Kröpelin auf die acht Laufrunden rund um den See. Hier zeigte sich zwar der Trainingsrückstand mit wenigen Laufkilometern, er biss sich aber durch und erreicht nach 5:21:24 Stunden glücklich das Ziel. Mit dieser Leistung wurde er 19. seiner Altersklasse.

Thomas Klingenberg hatte für die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 45 km Rad und 10,5 km Laufen) gemeldet. Nach dem Schwimmen, aufgrund der Wassertemperatur auf dieser Distanz jetzt ohne „Neo“ und erwartungsgemäß seine schwächste Disziplin, zeigte er sich auf dem Rad verbessert und konnte nach und nach viele Mitkonkurrenten einholen, die ihm beim Schwimmen noch enteilt waren. Die abschließende 10,5 km lange Laufstrecke war sehr selektiv; es galt auf einem Schotterweg um den See herum einige Höhenmeter zu überwinden. Dies kam ihm bei seiner stärksten Teildisziplin entgegen, so dass er weitere Starter einholen konnte und schließlich zufrieden als 2. seiner Altersklasse in einer Gesamtzeit von 2:39:50 Stunden in den Zielkanal einbog.

Stephanie Perschel startete innerhalb von zwei Wochen zweimal auf der Volksdistanz (500m Schwimmen, 23 km Radfahren, 5 km Laufen). Nach dem Start beim Einhorn-Triathlon in Oyten am 09. Juni 2019 konnte sie in Uelzen ihre Zeiten in den Teildisziplinen jeweils verbessern und verpasste als 4. ihrer Altersklasse mit einer Zeit von 1:53:52 Stunden als 4. ihrer Altersklasse nur knapp das Podium.

Verfasser: Thomas Klingenberg

Bild: Philipp Hoell

1. Juli 2019

Paul-Biedermann-Sonderpreis

Siegmund Sladkowski vom WSSV von Paul Biedermann persönlich geehrt

Zum fünften Mal hat die Öffentliche Oldenburg den „Förderpreis für ausgezeichnete Nachwuchsarbeit im Jugendsport“ ausgelobt. In diesem Jahr waren die Schwimmer an der Reihe. Dabei gab es in diesem Jahr eine Besonderheit. Es wurde nicht wie in den Vorjahren nur ein Trainer geehrt. Paul Biedermann, mehrfacher Welt- , Europameister und 33facher deutscher Meister, war es ein persönliches Anliegen, den nach Beate Schröder (Cheftrainerin Landesstützpunkt Oldenburg) zweitplatzierten Trainer Siegmund Sladkowski, der mit seinen 83 Jahren und 66jähriger Trainererfahrung immer noch fast täglich am Beckenrand steht und schon etliche Generationen von Schwimmern zu Höchstleistungen gebracht hat, zu ehren. So wurde kurzerhand einzig für „Sladdi“, wie er von allen nur genannt wird, der „Paul-Biedermann-Sonderpreis“ aus der Taufe gehoben. Und so lies es sich Paul Biedermann dann nicht nehmen, bei der Übergabe des mit einer Einladung zu den Deutschen Meisterschaften in Berlin Anfang August dotierten Preises, sich bei Sladkowski auf der Bühne persönlich für sein jahrzehntelanges Engagement für den Schwimmsport zu bedanken.

 Als der frühere U-Bootfahrer an die Jade versetzt wurde, klingelte 20 Minuten nach Dienstantritt am 02.07.1984 das Telefon und er wurde gefragt, ob er als Schwimmtrainer für den Wilhelmshavener SSV arbeiten wolle. „Sladdi“ sagte sofort zu und begann seinen Dienst am Beckenrand ein paar Wochen später nach den Sommerferien. Noch heute für den WSSV aktiv, war er viele Jahre für den Schwimmkreis Wilhelmshaven als Trainer der vereinsübergreifenden Kreis-Leistungsgruppe tätig. Er ist das Gesicht des Schwimmleistungssports in der Jadestadt. Viele Athleten hat er weit gebracht, einige von ihnen bis zur erfolgreichen Teilnahme an deutschen Meisterschaften. Auch seine jetzige Schwimmgruppe, die Leistungsgruppe 1 nimmt mit Medaillenausbeute an Landesmeisterschaften teil und qualifiziert sich regelmäßig für Norddeutsche und sogar Deutsche Jahrgangsmeisterschaften. Seine Masters-Schwimmer fahren sogar zu den Masters-Europa- und Weltmeisterschaften. Die Förderung von jungen Nachwuchsschwimmern liegt ihm aber ganz besonders am Herzen. Und so verbringt er immer noch wöchentlich viele Stunden gerade bei den jugendlichen Athleten am Beckenrand. So ganz nebenbei ist er noch für die Wilhelmshavener Kinderhilfe und die TSR-Triathleten tätig. Und ein Ende ist nicht absehbar. Gerade erst am vergangenen Wochenende hat der gebürtige Oberschlesier zwei lange Tage in tropischer Hitze und sengender Sonne für seine Schützlinge bei den Landesmeisterschaften im Freibad am Beckenrand verbracht. Diese ganz besondere Ehrung durch einen der erfolgreichsten deutschen Schwimmsportler hat sich der mehr als aktive „Ruheständler“ also voll und ganz verdient.

Bericht und Bild: Ingo Thomßen

1. Juli 2019

Landesmeisterschaften

Erstmals seit Jahren fand eine Niedersächsische Landesmeisterschaft in einem Freibad und nicht wie gewohnt in der Halle statt. In dem für einen 16.000-Einwohner-Ort erstaunlich gut ausgestatteten Freibad Müntepark in Diepholz, das mit wettkampfgerechten Startblöcken und elektronischer Zeitmessung ausgestattet ist, wurden die diesjährigen Meisterschaften von der SG Diepholz von 1870 e.V. und der SG Barnstorf e.V. für den Landesschwimmverband Niedersachsen ausgerichtet. 544 Aktive aus 94 Vereinen sprangen an diesem Wochenende für insgesamt 2292 Einzel- und 42 Staffelstarts bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen ins Wettkampfbecken.

Vom Wilhelmshavener SSV hatten sich 14 Aktive qualifiziert von denen elf ausschließlich weibliche Athletinnen in Diepholz insgesamt 42 mal an den Start gingen.

Ihre bislang erfolgreichste Landesmeisterschaft schwamm mit der Ausbeute von zwei Silbermedaillen bzw. Vize-Meistertiteln Meret Retzlaff (Jahrgang 2006).  Über 50m (Meter) Rücken schlug sie mit einer Zeit von 0:35,99 Minuten als zweitschnellste an. Den zweiten Podestplatz erkämpfte sie sich über 50m Freistil in einer neuen persönlichen Bestzeit von 0:29,66. Damit und mit fünf weiteren Platzierungen unter den Top Ten war sie auch die erfolgreichste Jadestädterin an diesem Wochenende. Zudem konnten die Aktiven des WSSV-Teams noch elf weitere Platzierungen unter den ersten zehn ihres Jahrgangs verbuchen. Svea Fellensiek (2005) schaffte dies bei ihren sieben Starts dreimal. Als beste Platzierung konnte sie Rang sechs über 200m Brust (3:17,69) vorweisen. Rang acht über 200m Freistil (2:40,55) und ein neunter Platz über 100m Brust (1:31,81) sind weitere beachtenswerte Leistungen von ihr. Ihre Schwester Talea (2004) kam über 200m Brust auf Rang acht (3:15,78) und mit einer Zeit von 1:31,41 über 100m Brust auf den neunten Platz. Anni Beser (2005) belegte einmal den sechsten (2:54,72 über 200m Rücken) und einmal den zehnten Rang (1:21,11 über 100m Rücken). Je zwei Platzierungen unter den ersten zehn konnten auch Marje Thomßen (2006) – neunter Platz über 100m Brust in 1:29,67 und Rang zehn über 200m Brust in 3:14,79 – und Jasmin Elpel (2005) – zwei zehnte Plätze über 50m Brust (0:39,88) und 100m Brust (1:31,96) – vorweisen. Weitere gute Platzierungen teilweise im oberen Mittelfeld konnten auch Charlotte Belitz (2006), Lina Thomßen (2001), Janneke Lobeck (2005) und Silke Amelsberg (2005) erzielen.

Trainer Siegmund Sladkowski zeigte sich zufrieden: „Das Wettkampf-Wochenende war durch die tollen Leistungen unserer Athletinnen und nicht zuletzt das perfekte Freibad-Wetter ein gelungener Abschluss der Wettkampf-Saison“

Als Kampfrichter sorgten vom Wilhelmshavener SSV Miriam Belitz, Michael Fellensiek, Tanja Amelsberg und Kerstin Retzlaff mit für einen reibungslosen Ablauf der perfekt organisierten Veranstaltung.

Platzierungen des WSSV:

Zweite Plätze:

Meret Retzlaff, 50m Freistil: 0:29,66 und 50m Rücken 0:35,99

Bild:

Obere Reihe: Janneke Lobeck, Lina Thomßen, Manja Weber

Mittlere Reihe: Charlotte Belitz, Trainer Siegmund Sladkowski, Anni Beser und Jasmin Elpel

Untere Reihe: Meret Retzlaff und Marje Thomßen

Es fehlen auf dem Bild: Silke Amelsberg, Svea Fellensiek und Talea Fellensiek

Beicht und Bild: Ingo Thomßen

1. Juli 2019

Landesmeisterschaften 2019

Muriel Sudhoff und Mika Omand von der SG Wilhelmshaven in Diepholz

Exakt 94 Vereine sorgten mit 2292 Meldungen für ein großes Meldeergebnis bei den diesjährigen Landesmeisterschaften, bei denen 2 Sportler der SG Wilhelmshaven Schwimmabteilung vertreten waren. An zwei Tagen schwammen 544 Sportler um die Titel des Landesschwimmverbandes Niedersachsen.

Mika Omland (2004) ging über 50 m Brust an den Start und belegte mit einer Zeit von 0:38,72 den 21. Platz.

Muriel Sudhoff (2001) startete ebenfalls über 50 m Brust (0:36,72) und platzierte sich auf einen hervorragenden Rang 4. Desweiteren belegte sie über 50 m Rücken (0:37,15) Platz 13 und einen super siebten Platz über 200 m Brust mit einer Zeit von 2:57,12. Dabei konnte sie ihre persönliche Bestzeit noch einmal um 0:00,89 Sekunden toppen.

Foto: Michael Omland

Bericht: Petra Kinski
SG Wilhelmshaven