17. März 2020

SWIM 100×100

Am 29. Februar 2020 fand unter dem Motto „ARE YOU TOUGH ENOUGH?“ die diesjährige Austragung der SWIM 100×100 in der Alsterschwimmhalle in Hamburg statt. Bei dieser 10 Kilometer (!) umfassenden und bei Schwimmern sehr beliebten Trainingseinheit geht es nicht um das Aufstellen neuer Bestzeiten, sondern um das gemeinsame Erreichen eines zuvor gesetzten Ziels – in diesem Fall einhundert Mal 100m zu schwimmen.
Die beiden Wilhelmshavener Triathletinnen Sandra Junge und Melanie Otte nahmen sich dieser Herausforderung an und stiegen zusammen mit 200 weiteren Schwimmern aus Deutschland, Schweden und Irland pünktlich um 19:30 ins Becken. Mit einer selbstgewählten Abgangszeit von 2:15 min, d.h. nach 2:15 min beginnt der nächste 100er und der Schwimmer bestimmt seine individuelle Pause über sein eigenes Tempo (Schwimmzeit + Pause = 2:15 min), standen den beiden nun 3 Stunden und 45 Minuten reine Wasserzeit bevor. Das Abenteuer konnte beginnen.
Während Otte die gesamte Einheit konstant im Feld mitschwimmen konnte, ereilte Junge nach 75 geschwommenen Hunderten eine Schwächephase, welche sie aber auf Grund des erlaubten Einsatzes von Paddles und Pullbuoy gut kompensieren konnte. Um 23:30 Uhr war es dann endlich geschafft und jeder Teilnehmer konnte die eingangs gestellte Frage mit einem eindeutigen „YES, I AM!“ beantworten.

Um während eines solchen Vorhabens keine Monotonie entstehen und dieses großartige Event nicht zu einem einfachen „Kacheln zählen“ verkommen zu lassen, gewährte der Veranstalter den Teilnehmern drei Mal 5 Minuten Pause, so dass sich die Gesamtstrecke gedanklich in 4 Blöcke von etwa 2500m teilen ließ. Und wem die Idee eines 10km-Schwimmens noch eine Spur zu groß erscheint, der kann sich die Strecke auch in einer Staffel aus 2 bzw. 4 Schwimmern aufteilen.
Am Ende des Tages waren alle Teilnehmer sichtlich geschafft und stolz ob ihrer erbrachten Leistungen. Für die beiden Wilhelmshavenerinnen war diese Einheit ein sehr guter Auftakt für die angestrebten Langstreckenschwimmen im Sommer und eine Wiederholung im nächsten Jahr scheint mehr als wahrscheinlich. 

Text: Marcus Kröpelin