20. September 2020

LSN-Sommercup 2020

Ein halbes Jahr ohne einen Wettkampf. Seit Anfang März gab es keine Möglichkeit, sich mit anderen AthletInnen vergleichen zu können. So waren die WSSV-Aktiven äußerst gespannt, wo sie nach Monaten ohne, bzw. mit nur eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten stehen würden.

Die Möglichkeit hierzu bot die erste Runde des extra an die Corona-Begleitbedingungen angepassten Sommercups des Landesschwimmverbandes Niedersachsen. Diese wird ab der zweiten Runde, die auf Bezirksebene stattfinden wird, in Freibädern ausgetragen. In allen drei Runden, in der letzten treten die vier Sieger aus den Bezirken gegeneinander an, gehen Auswahlmannschaften mit fünf weiblichen und fünf männlichen Teilnehmern an den Start. Die erste Runde trug jeder Verein für sich selber während des Trainings oder in einer zusätzlich dafür vorgesehenen Zeit statt. Die WSSV-Schwimmabteilung bekam dafür vom Nautimo die Möglichkeit, am Freitag, den 28.08. von 20:00 bis 21:00 Uhr zwei Bahnen zu mieten.

Auch dieser Wettkampf bot so leider nicht allen WSSV-SchwimmerInnen, sondern lediglich dem zehnköpfigen Team die Möglichkeit, ihre Form unter Beweis zu stellen. Und auch ohne eine „richtige“ Wettkampfatmosphäre, die für das Abliefern Höchstleistungen eigentlich wichtig ist, konnten die meisten der Schützlinge des Trainergespanns Sladkowski/Jantzen an ihre alten Bestzeiten anknüpfen.  Sowohl Leistungssprünge, als auch Ausreißer nach unten waren dabei kaum zu beobachten.

Berechnet wurden die Punkte vom Landesschwimmverband in Hannover nach der Rudolphtabelle, in der für jeden Jahrgang  jeder Leistung eine bestimmte Punktzahl zugeordnet wird. So konnten auch jüngere Aktive zum Zuge kommen. Die jüngste Teilnehmerin war die elfjährige Janne Thomßen, die sieben Punkte durch ihre in 42,57 Sekunden geschwommene 50 Meter Brust beisteuerte. Den höchsten Punktwert (9) erzielte Celina Haake mit einer Zeit von 1:05,60 über 100m Freistil, gefolgt von Luca Mathis Jantzen der für seine 50m Freistil in 27,83 Sekunden 8 Punkte bekam. Je sechs Punkte gab es für 50m Schmetterling (Haake) und 50m Freistil (Manja Weber, Jahrgang 1998). Fünf Punkte für den WSSV holte Meret Retzlaff (2006) über 100m Rücken, dazu noch drei über die 100m Schmetterlingsstrecke und zwei über 50m Rücken. Vier Punkte kamen von Marje Thomßen (2006) für ihre 100m Brust dazu. Schließlich gab es noch einen Punkt für die 200m Lagen von Manja Weber. So erreichte der WSSV eine Gesamtpunktzahl von 51, was für Platz acht im Brezirk Weser-Ems und somit nicht für ein Weiterkommen in Runde Zwei reichte.

Nach diesem Test wissen wir jetzt aber auf jeden Fall besser wo wir stehen, sagt Trainer Ole Jantzen mit Blick auf die Anfang Oktober in Osnabrück stattfindenden Bezirksmeisterschaften. Sollte Corona hier keinen Strich durch die Rechnung machen, werden diese dann unter einem strengen Hygienekonzept dieses mal nach Jahrgängen getrennt ausgetragen. „Alle hoffen sehr, dass die Vorbereitung darauf nicht umsonst gewesen sein wird“, so Trainer Siegmund Sladkowski. „Und wenn dann auch noch die Landesmeisterschaften im November in Hannover stattfinden können, findet das Schwimmjahr 2020 noch ein halbwegs versöhnliches Ende“.

Bericht und Bild: Ingo Thomßen