1. März 2020

Kreismeisterschaften „Kurze Strecken“

WSSV holt 21 von 24 möglichen Titeln

Mit insgesamt 96 mal Gold Spitze in Wilhelmshaven

„21 von 24 möglichen Kreismeister-Titeln. Ich denke, das bedarf keiner weiteren Worte“ resümierte Ole Jantzen, Trainer der Leistungsgruppe 1 des Wilhelmshavener SSV, die an zwei Tagen ausgetragenen Kreismeisterschaften der kurzen Strecken. „Das ist ein noch nie dagewesener Erfolg und zeigt den Stellenwert unserer Schwimmabteilung, was das Schwimmen als Leistungssport in der Jadestadt angeht“, ergänzte LG1 – Trainer Siegmund Sladkowski sichtlich zufrieden mit seinen Schützlingen nach dieser herausragenden Leistung. Besonders beeindruckt war das Trainer-Team, zu dem auch Stefan Tramnitzke, Silke und Maike Amelsberg, und Lina Thomßen gehörten, von der offenen, d.h. altersunabhängigen Wertung beim 100 Meter Brust-Wettkampf, weiblich. Hier belegten die WSSV-Damen die ersten acht(!) Plätze. Die meisten Titel in der offenen Wertung holten Oliver Hergert (Jg. 1998) und Lisa Bleek (2003) mit jeweils sechs. Manja Weber (1998) kam auf fünf, Meret Retzlaff holte sich trotz ihres jungen Alters (Jahrgang 2006) vier Titel und setzte sich damit gegen viele teils deutlich ältere und erfahrenere Konkurrentinnen durch. Und auch Luca Mathis Jantzen, ebenfalls Jahrgang 2006, konnte sich zweimal in der offenen Wertung ganz oben platzieren.

Die Meisterschaften wurden am 22. und 23.02.2020 vom WSSV für die Schwimmkreise Wilhelmshaven und Friesland im Nautimo ausgerichtet. Es sprangen 134 Aktive für insgesamt 485 Einzel- und 15 Staffelstarts ins Wettkampfbecken. Von den 89 Schwimmerinnen und Schwimmern des Schwimmkreises Wilhelmshaven taten dies 38 für den WSSV insgesamt 141 Mal für einen Einzelstart. Zudem wurden noch zwei weibliche und eine männliche 4 x 50m Freistilstaffeln gemeldet. Und auch diese waren nicht zu schlagen. Das männliche Team mit Jochen Bünning als Startschwimmer, Tom Bielarz (2007), Luca Mathis Jantzen (2006) und Oliver Hergert (1998) schlug nach 1:53,60 Minuten mit über sieben Sekunden vor den Zweitplatzierten an. Die beiden weiblichen Mannschaften belegten mit deutlichem Abstand vor allen anderen den Gold- und den Silberrang. Mit 1:59,12 in der Besetzung Manja Weber (1998), Celina Haake (2007), Meret Retzlaff (2006) und Lisa Bleek (2003)  und 2:06,59 Minuten von Silke Amelsberg (2005), Janneke Lobeck (2005), Anni Beser (2004) und Lina Thomßen (2001) vor den Drittplatzierten mit 2:10,70 gab es auch hier ein deutliches Statement der WSSV-Damen.

Ein ähnlich positives Bild wie bei den Kreis-Titeln gab es in den Jahrgangswertungen. Von 144 Starts wurden lediglich sieben nicht mit einem Podestplatz belohnt.  Insgesamt neun Athletinnen und Athleten des WSSV konnten bei jedem Start den Spitzenplatz auf dem Podest belegen. Janne Thomßen mit acht Titeln, Meret Retzlaff mit sieben, und Manja Weber, Celina Haake, Lisa Bleek, Oliver Hergert und Luca Mathis Jantzen mit jeweils sechs, Tom Bielarz mit vier und Lotta Feus als eine der jüngsten TeilnehmerInnen des Wettkampfes überhaupt (Jahrgang 2012) mit zwei Jahrgangstiteln lieferten ein lupenreines Ergebnis mit ausschließlich ersten Plätzen. Weiteres Gold in der Jahrgangswertung holten sich Lina Thomßen (5x), Marje Thomßen (4x), Janneke Lobeck (3x), Keno Maiwald, Jasmin Elpel, Lars Tramnitzke, Silke Amelsberg und Anni Beser mit je zwei Jahrgangstiteln und Mia-Sophie Schug, Miriam Diana Obersteller, Dejan Mikic und Timon Settekorn mit jeweils einem.

70 neue persönliche Bestzeiten konnte das Trainerteam vor Ort notieren. Jule Marie Lobeck unterbot ihre alte Bestmarke über die 200m Freistil-Strecke um 57(!) Sekunden. Marje Thomßen schwamm über 400m Freistil 30 Sekunden schneller, Dejan Mikic über 100m Rücken 26 Sekunden, Timon Settekorn über 200m Brust 20 Sekunden, Janneke Lobeck legte über 200m Brust 14 Sekunden zu und Celina Haake über 100m Schmetterling 13 Sekunden. Auch für die im März in Osnabrück stattfindenden  Bezirksmeisterschaften konnten noch mehrere Qualifikationszeiten erreicht werden. Dejan Mikic schaffte dieses gleich auf vier Strecken: 100m und 200m Freistil und jeweils 100m Brust und Rücken. Jule Marie Lobeck über 100m Brust und ihre Schwester Janneke über 200m der gleichen Lage und Timon Settekorn schwamm die Pflichtzeit für 200m Brust. Auch einer der Jüngsten, Marius Reese (2011) konnte sich für die Bezirksmeisterschaften, die für seinen Jahrgang in Wardenburg stattfinden, über 100m rücken qualifizieren. Außerdem qualifizierte sich Tom Bielarz für die Landesmeisterschaften im April in Hannover für 100m Freistil. Meret Retzlaff schaffte dies über die sehr anspruchsvolle 200m Schmetterlingsstrecke, auf der sie mit 2:43,98 die Pflichtzeit um 16 Sekunden unterbot. Evelyn Letkemann verbesserte sich über 200m Freistil um 16 Sekunden. Keno Maiwald qualifizierte sich ebenfalls für die Bezirksmeisterschaften und zwar über 100m Brust.

Als Kampfrichter waren für den WSSV aktiv: Holger Glattner als Schiedsrichter, Olaf Amelsberg als Sprecher, Wolfgang van Acken als Protokollführer, Tanja Amelsberg (Protokoll), Sandra Jantzen-Schoenrock, Claudia Bleek, Carolin Czerwinske, Helmut Kortendieck, Markus Bielarz, Uwe Rossmeisl, Sabine Titz, Kerstin Elpel, Miriam Belitz, Tobias Schug, Joshua Reese, Lars Wienecke, Oliver Ritzel, Jochen Bünning

4 x 50 m Freistil-Staffel weiblich:

1. Manja Weber, Celina Haake, Meret Retzlaff, Lisa Bleek: 1:59,12

2. Silke Amelsberg, Janneke Lobeck, Anni Beser, Lina Thomßen: 2:06,59

4 x 50 m Freistil-Staffel männlich:

1. Jochen Bünning, Tom Bielarz, Luca Mathis Jantzen, Oliver Hergert: 1:53,60

Bericht und Fotograf: Ingo Thomßen