16. Dezember 2018

Internationales Winter-Meeting

Erfreulich oft konnten sich Schwimmerinnen und Schwimmer des Wilhelmshavener SSV beim Internationalen Winter-Meeting des Bremer Sport-Club und des S.V. „Weser“ Bremen trotz der sehr starken Konkurrenz aus vier Bundesländern und dem angrenzenden Ausland Platzierungen auf dem Podest erkämpfen. 501 Athleten aus 39 Vereinen der Landesschwimmverbände aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen sowie aus Dänemark und den Niederlanden gingen am 8. und 9.12.2018 im Bremer Universitätsbad insgesamt 2918 Mal an den Start. Vier der 25 gemeldeten WSSV-Schwimmer mussten krankheitsbedingt zu Hause bleiben. Die 21 angetretenen Athleten konnten nach 126 Starts 10 Mal Gold, 15 Mal Silber und 8 Mal Bronze mit nach Hause nehmen. Davon wurden bei 16 Teilnahmen an Finalen bei den Junioren, Jahrgänge 2010 bis 2006 (weiblich) bzw. 2005 (männlich) und in den nach oben altersoffenen Finalen zwei erste und drei zweite Plätze erkämpft. Die außerordentlich guten Leistungen sind die Früchte des harten und zielgerichteten Trainings der letzten Monate, mit denen die Wilhelmshavener Schwimmer kurz vor Jahresende sich und ihren Trainern Ole Jantzen und Stefan Tramnitzke ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machen konnten. Ganz besonders freuten sich die beiden mitgereisten Trainer darüber, dass sich einige ihrer Schützlinge neben David Beser, der schon seit Jahren zu den besten Brustschwimmern der Nation in seinem Jahrgang gehört, unter den besten ihrer jeweiligen Jahrgänge in ganz Deutschland einreihen konnten. Allen voran Celina Haake, die mit ihrer Zeit von 33,22 Sekunden im Finale über 50 m Schmetterling schneller schwamm als fast alle anderen Gleichaltrigen in dieser Saison und damit den Sprung auf Rang drei schaffte. Darüber hinaus konnte sie sich über 50 m Brust unter den ersten Zehn und über 100 m Brust unter den besten 20 positionieren. Luca Mathis Jantzen platzierte sich mit einer in einem äußerst spannenden Finale erzielten Zeit von 29,12 Sekunden über 50 m Freistil auf Position 7 des Jahrgangs 2006. Über 100 m Freistil gehörte er schon vorher zu den 30 Topschwimmern seines Jahrgangs in Deutschland. Janne Thomßen, die sich bei ihrem ersten Start über 200 m Brust den 4. Platz bundesweit erkämpfte, konnte sich zusätzlich einmal unter den besten 20 (50 m Brust) und einmal unter den besten 30 (100 m Brust) einreihen. Damit setzten sie ein deutliches Ausrufezeichen für die Leistungsfähigkeit der Schwimmsports in der Jadestadt. Zur Überraschung aller WSSV-Schwimmerinnen und -Schwimmer schaffte es sogar ihr Trainer Ole Jantzen, der nach 38-jähriger (!) Wettkampfpause erstmals wieder bei einem Wettkampf ins Becken sprang, nach nur wenigen Wochen Training mit seinen Zeiten nah an die Spitzenplätze in der Altersklasse 50. Neben den Positionen 11 über 50 m Freistil und 10 über 100 m Freistil schaffte er es über 50 m Schmetterling sogar auf Platz 5 der Bestenliste vom Deutschen Schwimmverband. Auch die anderen WSSV-Schwimmer schafften es in diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld immer wieder auf das Treppchen: Neben der erfolgreichsten Wilhelmshavener Teilnehmerin Celina Haake, die neben dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze in der Jahrgangswertung mit einem Mal Gold und zweimal Silber in der offenen Wertung insgesamt gleich neun Medaillen für den WSSV holte, konnten Luca Mathis Jantzen mit einmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze in seinem Jahrgang und einmal Silber im Finale, David Beser mit zweimal Gold und zweimal Bronze, Janne Thomßen mit einmal Gold und zweimal Silber, Manja Weber mit je einmal Gold in der offenen wie auch in der Jahrgangswertung, Lina Thomßen mit zweimal Silber, Lisa Bleek und Charlotte Belitz mit je einmal Silber und einmal Bronze, Svea Fellensiek und Marje Thomßen mit je einmal Silber und Martha-Sofie Pommer mit einer Bronzemedaille nach diesem anstrengenden Wettkampf-Wochenende nach Hause gehen. Die Mannschaft der Jadestädter setzte sich aus der Leistungsgruppe 1 von Trainer Ole Jantzen (16 Teilnehmer) und den Leistungsgruppen 2 und 3 von Trainer Stefan Tramnitzke zusammen. Seine fünf Schwimmer konnten bei 23 Starts gleich 18 (!) neue persönliche Bestzeiten vorweisen. Besonders beeindruckten Milena Fellensiek über 200 m Brust und Lars Tramnitzke über 50 m Rücken, konnten sie sich doch auf diesen Strecken um jeweils ganze 9 Sekunden verbessern. Auch Janneke Lobeck konnte sich über 50 m Schmetterling deutlich verbessern und zwar um 6 Sekunden. Anni Beser und Olaf Amelsberg konnten drei bzw. einen persönlichen Rekord aufstellen. Als Kampfrichter stellten sich vom WSSV Lars Tramnitzke, der auch als Aktiver der Leistungsgruppe 3 ins Wasser sprang, sowie Elisabeth Haake, Miriam Belitz und Michael Fellensiek zur Verfügung.

Die Platzierungen (F = Finale):

  1. Plätze: David Beser (Jahrgang 2003) 200 m Freistil 2:23,28, 50 m Brust 0:33,34. Celina Haake (2007) 100 m Freistil 1:08,68, 50 m Brust 0:39,30, 100 m Brust 1:28,02, 50 m Schmetterling F 0:33,22. Luca Mathis Jantzen (2006) 50 m Freistil 0:29,38. Janne Thomßen (2009) 50 m Brust 0:47,90. Manja Weber (1998) 50 m Brust (1999 und älter) 0:38,17, 400 m Lagen (offene Wertung) 6:04,23.
  2. Plätze: Charlotte Belitz (2006) 50 m Schmetterling 0:37,79. Lisa Bleek (2003) 50 m Brust 0:39,71. Svea Fellensiek (2005) 200 m Brust 3:12,91. Haake 100 m Freistil F 1:07,82, 100 m Brust F 1:29,18, 50 m Schmetterling 0:34,66. Jantzen 50 m Freistil F 0:29,12, 50 m Rücken 0:35,88, 100 m Rücken 1:20,89, 200 m Rücken 2:56,39. J. Thomßen 100 m Brust 1:46,62, 200 m Brust 3:47,48. Lina Thomßen (2001) 100 m Freistil 1:09,94, 200 m Freistil 2:34,39. Marje Thomßen (2006) 200 m Brust 3:17,17.
  3. Plätze: Belitz 50 m Freistil 0:32,25. D. Beser 50 m Freistil 0:27,76, 100 m Brust 1:13,53. Bleek 50 m Schmetterling 0:32,65. Haake 50 m Freistil 0:31,72, 400 m Freistil 5:33,61. Jantzen 100 m Freistil 1:06,95. Martha-Sofie Pommer (2002) 100 m Brust 1:45,93.

WSSV-Team mit den beiden Trainern (in Orange, von links): Stefan Tramnitzke und Ole Jantzen

Fotograf: Ingo Thomßen

Bericht: Olaf Amelsberg