12. Februar 2020

Bezirksliga 2020

„Wir waren schon kurz davor, unser Team abzumelden“, sagte WSSV-Trainer Siegmund Sladkowski  nach dem Wettkampftag am Samstag, den 08.02.2020 in der Grafttherme in Delmenhorst.  „Freitag Nachmittag trafen krankheitsbedingte Absagen von zwei unserer stärksten Leistungsträgerinnen bei mir ein. Da blieben dann von dem neunköpfigen Team nur sieben für die insgesamt 34 Wettkämpfe, die an dem Tag geschwommen werden mussten, übrig. Das war eine absolute Katastrophe.“ Unter Hochdruck wurden dann alle Möglichkeiten geprüft und man beschloss, Jasmin Elpel (2005) nachzunominieren und die zu absolvierenden Starts bei fast allen Athletinnen auf die maximal zulässige Anzahl, also fünf zu erhöhen. Da zum Programm auch die langen Strecken 800m und 1500m Freistil und 400m Lagen gehören, würden sie jetzt also an ihre Belastungsgrenze gehen müssen. Zudem bestand so keine Möglichkeit mehr, bei einer Disqualifikation wie sonst üblich, die Strecke noch einmal nachzuschwimmen. Erst auf dem Weg nach Delmenhorst wurde dann der Schlachtplan den Aktiven bekanntgegeben. Das Ziel, unter die ersten drei Mannschaften zu kommen, war nach dieser Schwächung nicht aufrecht zu erhalten. Wohl aber wollten die WSSV-Damen ihr Ergebnis vom letzten Jahr, den achten Platz, zumindest halten, bestenfalls sogar noch steigern. In Delmenhorst, wo neun der 18 Bezirksliga-Mannschaften gegeneinander antraten (die anderen neun zeitgleich in Twist), lieferte man sich dann den ganzen Tag über ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Oldenburg, Delmenhorst und dem SV Neptun Emden. Am Abend dann belegten die WSSV-Damen in Delmenhorst mit 12.723 Punkten hinter dem Delmenhorster SV (13.357) und der SG Region Oldenburg (12.929) den dritten Platz vor Emden. Es folgte das Warten auf die Resultate aus Twist, bevor dann die gute Nachricht kam: „Im Endergebnis konnten wir uns gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze auf Rang sechs verbessern. Darauf können unsere Aktiven wirklich stolz sein. Alle sind an ihre Leistungsgrenzen gegangen und haben alles aus sich herausgeholt, nicht zuletzt auch wegen der Unterstützung der anfeuernden Teamkolleginnen am Beckenrand“ ,so Sladkowski. Die Zähler wurden nach der Punktetabelle des Weltschwimmverbandes, die jeder geschwommenen Zeit altersunabhängig eine Punktzahl zuordnet, vergeben.

 In den Einzelwettkämpfen schlug Lisa Bleek (Jg. 2003) gleich viermal vor allen Konkurrentinnen an und belegte dazu noch einmal den zweiten Platz. Meret Retzlaff (2006) kam einmal auf den ersten, dreimal auf den zweiten und einmal auf den dritten Rang. Marje Thomßen (2006) wurde je einmal Erste und Dritte. Einen zweiten Platz steuerte Lina Thomßen (2001) bei, zwei dritte kamen von Cornelia Ennen (1978) dazu. Trotz der nur wenigen Zeit, die zwischen den Starts zur Regeneration blieb, konnten die Trainer Siegmund Sladkowski und Kevin Taddiken sogar noch erstaunliche neue persönliche Bestzeiten ihrer Athletinnen notieren. Lisa Bleek schlug ihre alte Bestmarke über die bei fast allen Schwimmern ungeliebte, weil harte und schmerzhafte 200m Schmetterlings-Strecke um über zehn Sekunden. Auf den 400m Freistil konnten sich Cornelia Ennen um 19 Sekunden und Janneke Lobeck (2005) um zwölf Sekunden verbessern. Die höchste Punktzahl (489) bei einem Einzelstart erreichte für den WSSV Lisa Bleek über 50m Freistil mit einer Zeit von 29,10 Sekunden.

1. Plätze: Lisa Bleek (Jahrgang 2003) 100 m Lagen: 01:12,02, 50 m Schmetterling: 0:30,89, 100 m Schmetterling: 1:11,34, 200 m Schmetterling: 2:50,56; Meret Retzlaff (Jahrgang 2006) 100 m Schmetterling: 1:12,45; Marje Thomßen (Jahrgang 2006) 200 m Brust: 3:05,06
2. Plätze: Bleek 50 m Freistil: 0:29,10; Retzlaff 100 m Rücken: 1:15,28, 200 m Rücken: 2:42,45, 50 m Schmetterling: 0:32,61; Lina Thomßen (Jahrgang 2001) 100 m Lagen: 1:17,60
3. Plätze: Cornelia Ennen (Jahrgang 1978) 200 m Lagen: 2:50,57, 400 m Lagen: 5:28,60; Retzlaff 400 m Lagen: 5:47,22; M. Thomßen 50 m Brust: 0:40,30

Fotograf Ingo Thomßen

Bild von links nach rechts: Trainer Siegmund Sladkowski, Jasmin Elpel, Lisa Bleek, Anni Beser, Janneke Lobeck, Marje Thomßen, Lina Thomßen, Meret Retzlaff, Kevin Taddiken und Cornelia Ennen

Ingo Thomßen und Miriam Belitz