18. August 2019

39. Internationales ISW

Inklusiv, International und breitensportlich – zahlreiche Neuerungen beim ehemaligen Behindertensportfest

Vor 38 Jahren entstand die Idee in Wilhelmshaven, ein Behindertensportfest mit internationaler Beteiligung durchzuführen. Ideengeber und über mehrere Jahre Organisationsleiter war Helmut Möhle. Zum damaligen Zeitpunkt hatte die Idee noch Alleinstellungsmerkmal und bezog sich nur auf behinderte Menschen.

Mit zahlreichen Neuerungen wartete das letztjährige Internationale InklusionsSportfest Wilhelmshaven (kurz: ISW) auf. 2018 erstmalig mit der neuen Bezeichnung und dem modifizierten Logo für das ehemalige Behindertensportfest waren dabei Ausdruck einer inhaltlichen Neuorientierung auf dem Weg zu einer inklusiven Sportveranstaltung. Dabei wurden die Sportarten Golf, Segeln und Bowling erstmalig angeboten: als inklusive Sportangebote sowohl für Menschen mit- als auch für Menschen ohne Behinderungen.

„Im Zusammenspiel mit den Teams der einzelnen Sportarten“ so der Organisationsleiter Jan Alter, „wollen wir auch in 2019 eine reibungslose Organisation gewährleisten, um die Veranstaltung mittelfristig wieder an Bedeutung gewinnen zu lassen“.

Die Teamleiter im Einzelnen: Sportschießen (Manfred Bucksch), Tischtennis (Kerstin Gichtbrock), Blindentorball (Wolfgang Noltemeier), Leichtathletik (Norbert Oelrichs), Kegeln (Doris Tjarks), Blindenschießen (Dietmar Janssen), Rollstuhl-Basketball (Harald Fürup), Golf (Michael Hibbeler), Segeln (Conrads Giovanni), Schwimmen (Ingo Mai), eSports (Andreas Janßen).

Mit Hartmuth Sager als Leiter der Geschäftsstelle und Andrea Anders, seit dem 01.01.2019 Nachfolgerin von Christiane Plagemann, bringen darüber hinaus zwei weitere Mitarbeiter des Stadtsportbundes ihr Know-how und ihre Erfahrungen in die Organisation mit ein. Ebenfalls aktiv eingebunden in die Veranstaltung wird darüber hinaus eine Gruppe von WiKi-Sportlern, die im vergangenen Jahr eine Ausbildung zum Assistenztrainer erfolgreich absolviert haben.

Zukünftig soll der Fokus darauf gelegt werden, das ISW als eine breitensportliche Veranstaltung zu etablieren, um dem Trend rückläufiger Teilnehmerzahlen entgegen zu wirken. Dieses Jahr werden 745 Sportdisziplinen durchgeführt.

Ein sehr geringes öffentliches Interesse sorgte in der Vergangenheit dafür, dass sich die Sportler in den allermeisten Fällen vor einer „Geisterkulisse“ präsentierten und nirgendwo so recht Stimmung aufkam. Hierzu werden Gespräche mit Schulen und Vereinen geführt werden, um auch in diesem Bereich die Rahmenbedingungen für die Teilnehmer zu verbessern.

Zu den insgesamt angebotenen Sportarten Golf, Segeln, Bowling, Tischtennis, Leichtathletik, Kegeln, Blindenschießen, Rollstuhl-Basketball, Schwimmen und Sportschießen kommt in diesem Jahr neu der elektronische Sports (eSports) dazu. Hier findet ein Fifa-Fußballturnier am Freitag statt. Am Sonntag steht im Sportpark ein Zelt mit 2 Stationen zum Ausprobieren zur Verfügung. Beim Rollstuhlbasketballturnier treten insgesamt 7 Mannschaften aus der Regional- und Landesliga gegeneinander an.

Weiterhin steht im Sportpark für die Kleinen der Spielewagen sowie eine Großrutsche zur Verfügung.

Dieses Jahr hat das ISW zwei Schirmherren, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach (Präsident des Landessportbundes von Niedersachsen) und Karl Fink (Präsident des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen).

Informationen unter: https://isw-ssb.de/

Bericht: Hartmut Sager