Palaismeeting Rastede 2026

Mit 78 Medaillen bei 141 Starts zeigte das 30-köpfige Aufgebot des Wilhelmshavener Schwimm- und Sportvereins am vergangenen Wochenende in Rastede erneut starke Leistungen. Insgesamt 311 Aktive aus 17 Vereinen gingen beim diesjährigen Palaismeeting des VfL Rastede im Hallenbad im Palaisgarten an den Start, wodurch ein entsprechend großes Startfeld zusammenkam. Dennoch schlugen die WSSV-Aktiven bei mehr als der Hälfte aller Rennen auf den Medaillenrängen an und unterstrichen dabei ihre starke Form mit 79 neuen persönlichen Rekorden.

Wie gewohnt starteten die Jüngsten den Wettkampf mit den 25 Meter-Strecken, hier wurden die Jadestädter mehr als erfolgreich von Jette Kallweit (Jahrgang 2019) und Tessa Hutter (2020) vertreten. Beide siegten trotz starker Konkurrenz über die 25 Meter Rücken und Freistil, zudem schwammen sie auch über die 25 Meter Freistil-Beine mit Silber bzw. Bronze aufs Treppchen. Angefeuert von den „Großen“ stellten beide dabei zudem je zwei neue Bestzeiten auf. 

Die „Großen“ selbst knüpften dann im Anschluss nahtlos an diese Erfolge an, hier gingen je 10 Medaillen auf das Konto von Lukas Angermeyer (2010) und Janne Thomßen (2009). Beide stellten sich der Herausforderung, alle zehn angebotenen Strecken zu schwimmen und belohnten sich dafür am Ende mit Medaillen und Bestzeiten. Angermeyer gelang das Kunststück, trotz der hohen Belastung durch kurze Pausen und viele Starts jedes Mal in neuer Bestzeit anzuschlagen und holte dabei ganze acht Mal Gold sowie zweimal Silber. Zudem unterbot er mit 0:58,24 Freistil erstmals die „Schallmauer“ von einer Minute über die 100 Meter Freistil, nachdem er diese bei vorherigen Wettkämpfen immer wieder um Sekundenbruchteile verpasste. Auch Thomßen setzte sich fünfmal gegen die gesamte Konkurrenz durch, sowohl über die Brust- und Rückenstrecken als auch über die für sie eher ungewohnten 100 Meter Schmetterling siegte sie deutlich. Zusätzlich sammelte sie viermal Silber, einmal Bronze und damit ausschließlich Podestplatzierungen sowie mehrere Bestzeiten.

Ebenfalls bei jedem ihrer Starts aufs Treppchen schwammen Jelka Müller (2017) und Emma Elisabeth Woogk (2015), beide siegten je viermal und gewannen außerdem einmal Silber. Müller schlug dabei mit jedem Sprung vom Startblock in neuer Bestzeit an und Woogk verbesserte gleich mehrere erst kürzlich aufgestellte Rekorde erneut. Auch Mika Schröter (2017) war am Wochenende nicht zu schlagen, bei jedem seiner vier Starts holte er Gold und stellte zudem über die 50 Meter Freistil eine neue persönliche Bestzeit auf. Bei den 2016er-Mädchen dominierte der WSSV ebenfalls die Jahrgangswertung, hier siegten Lina Sophie Höke, Elisa Konrad und Svea Fischer (alle 2016) je zweimal und sammelten neben Bestzeiten weitere Medaillen in Silber und Bronze. Komplettiert wurde die starke Leistung der 2016er durch dritte Plätze von Charlotte Maria Timpf und Hanna Elisabeth Ingber, die zusätzlich ihre starke Form durch ausschließlich Bestzeiten unterstrichen, sowie durch vierte und fünfte Plätze von Linnea Sophie Hiller und Mira Weigel. Auch im Jahrgang 2014 konnte der WSSV überzeugen, je zwei goldene Medaillen holten hier Lena Berlinska und Jannika Hutter, zudem schwamm Berlinska über 50 Rücken zu Bronze, während Hutter mit zwei vierten Plätzen bei ihren übrigen Starts nur knapp am Podest vorbeischrammte. Weitere erste Plätze sammelten Marie Knichalla (2017), Kaj Raphael Hanke (2018) und Tim Dumalski (2013), die bei jedem ihrer Starts auf den Medaillenrängen anschlugen. Sie alle siegten je einmal in der Jahrgangswertung und sammelten mehrere silberne und bronzefarbene Medaillen, dabei unterboten sie zudem mit nahezu jedem Sprung vom Startblock ihre bisherigen Bestleistungen. Letzteres tat ihnen Cedric-Noel Kallweit (2012) gleich, der damit einen kompletten Medaillensatz sowie einen vierten Platz sammelte. Je einen ersten Platz in der Altersklassenwertung holten Schiedsrichter Olaf Amelsberg und Trainer Stefan Tramnitzke, die gegen Ende des Wettkampfes über die 100 Meter Brust ins Wasser sprangen.

Wie sein Bruder schwamm auch Luca Schröter (2013) mit jedem Start in neuem persönlichen Rekord aufs Treppchen und holte so je zweimal Silber und Bronze, während Raphael Becker (2014) je einmal auf die Ränge Zwei und Drei schwamm. Vervollständigt wurde die Sammlung an Podestplatzierungen des WSSV-Teams durch einen zweiten Platz von Maelle-Tamea Latour (2013) sowie Bronze von Felix Hutter (2016) über die 100 Meter Lagen.

Mit vierten und fünften Plätzen verpassten Jara Sofie Reiners und Alena Niehuß (beide 2013) die Medaillenränge nur knapp und zeigten, dass bei kommenden Wettkämpfen mit ihnen zu rechnen ist. Auch Nike-Alea Hufnagel (2015) sowie Juna Marie Podien (2013) blieb bei starker Konkurrenz der Sprung aufs Treppchen versagt, belohnten sich dafür aber mit neuen Bestleistungen.

Angesichts der vielen Podestplatzierungen sowie der hervorragenden Zeiten zeigte sich das Trainerteam bestehend aus Lina und Garnet Thomßen sowie Stefan Tramnitzke sehr zufrieden und blickt nun gespannt in Richtung der kommenden Wettkämpfe.

Im Kampfgericht waren für den WSSV Olaf Amelsberg, Benjamin Fischer, Lars Niehuß und Katja Müller-Schepe im Einsatz.

Lina Thomßen