Auch im Jahr 2025 wurde der Bezirksentscheid der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in der Bezirksliga Weser Ems erst im Folgejahr, und damit am vergangenen Samstag in der Delmehorster Grafttherme und im Hallenbad Lohne ausgetragen. Wie bereits im Jahr zuvor ging der Wilhelmshavener Schwimm- und Sportverein mit der jüngsten Mannschaft des Wettkampfes an den Start – und das mit deutlichem Abstand. Aufgrund der altersunabhängigen Wertung war dementsprechend keine Platzierung an der Spitze zu erwarten, stattdessen war eine Verbesserung der Ergebnisse aus dem Vorjahr das Ziel.
Bei diesem Wettbewerb wird das gesamte Wettkampfprogramm des Schwimmens (mit Ausnahme der Staffeln) von jeder Mannschaft doppelt geschwommen, wobei jede Aktive maximal fünfmal starten darf. Für die erreichten Zeiten gibt es dann Punkte und die Mannschaft, die in der Summe die meisten Punkte erreicht, gewinnt. 6939 Punkte aus dem Vorjahr galt es so zu übertreffen, erschwert durch krankheitsbedingte Ausfälle, die eine spontane Neuverteilung der zu schwimmenden Strecken am Samstagmorgen erforderten.
So kämpften Lina Tönnies (2012), Maelle-Tamea Latour, Alena Niehuß, Amelie Oldenettel, Jara Sofie Reiners (alle 2013), Jannika Hutter, Lena Berlinska (beide 2014), Emma Elisabeth Woogk (2015) und Lina Thomßen (2001) bei insgesamt 34 Starts um jeden Punkt und schwammen dabei nicht selten eher ungewohnte Strecken. Amelie Oldenettel sammelte mit 1398 Punkten die meisten Punkte für das WSSV-Team, zudem schlug sie bei jedem ihrer fünf Starts in neuem persönlichen Rekord an und unterbot dabei jedes Mal die geforderten Pflichtzeiten für die anstehenden Bezirksmeisterschaften im März. Auch Lina Tönnies leistete mit 1348 erschwommenen Punkten einen großen Beitrag zum Gesamtergebnis und das, obwohl sie über eher herausfordernde Strecken wie die 200 Meter Schmetterling an den Start ging. Lena Berlinska konnte mit ihren vier Starts ebenfalls über 1200 Punkte sammeln, besonders stark war dabei ihr Start über die 50 Meter Brust, bei dem sie trotz ihres jungen Alters als Dritte im gesamten Schwimmbezirk anschlug. Trainerin Lina Thomßen, für die die eher unbeliebten Strecken übrig blieben, holte ähnlich viele Punkte und auch Jannika Hutter und Emma Elisabeth Woogk konnten trotz ihres jungen Alters je ca 800 Punkte erschwimmen. Eine besonders herausragende Leistung zeigte Maelle-Tamea Latour, die nicht nur drei neue persönliche Rekorde bei drei Starts sammelte, sondern zudem über die 400 Meter Lagen an den Start ging, die spontan neu besetzt werden mussten. Obwohl noch nie über die deutlich kürzeren 200 Meter Lagen gestartet, meisterte sie die anspruchsvollste Strecke im Schwimmsport souverän und in hervorragender Zeit. Alena Niehuß startete ebenfalls kurzfristig über mehr Strecken als geplant, auch sie schwamm dabei schnelle Zeiten und sammelte so über 500 Punkte. Jara Sofie Reiners erschwamm trotz langer Krankheitspause wichtige Punkte über die 100 Meter Freistil, sodass am Ende mit 8183 Punkten über 1000 Punkte mehr als im Vorjahr zusammenkamen.
Mit diesem Endergebnis, welches positiv in Richtung der kommenden Jahre blicken lässt, zeigte sich das Trainerteam bestehend aus Lina und Garnet Thomßen mehr als zufrieden. Auch die hervorragenden Einzelleistungen sowie der vorherrschende Teamgeist, welcher bei dieser Veranstaltung im Vordergrund steht, gaben Anlass zur Freude.
Im Kampfgericht waren für den WSSV Lars Niehuß und Ralf Woogk im Einsatz.
Lina Thomßen


