Mit über 360 Aktiven, die für mehr als 1400 Einzelstarts in das Wasser der Emder Friesentherme sprangen, war das diesjährige Internationale Adventsschwimmfest des SV Neptun Emden noch besser besucht als in den Jahren zuvor. Ensprechend lange dauerte der Wettkampf am vergangenen Samstag – über 11 Stunden kämpften die Schwimmerinnen und Schwimmer aus Deutschland und den Niederlanden um Bestzeiten und Medaillen, wobei das 21-köpfige Team des Wilhelmshavener Schwimm- und Sportvereins in jeglicher Hinsicht überzeugen konnte.
Den Anfang machten die „Großen“ bereits am Freitagnachmittag über die langen Strecken, hier schafften es die Aktiven aus der Jadestadt bei nahezu jedem Start in neuem persönlichen Rekord anzuschlagen und damit auf die Medaillenränge zu schwimmen. Emma Elisabeth Woogk (Jahrgang 2015), die erstmals über die 400 Meter Lagen sowie die 1500 Meter Freistil an den Start ging, holte in herausragenden Zeiten über beide Strecken souverän den Sieg, zudem war sie mit ihren zwei Goldmedaillen erfoglreichste WSSV-Aktive des Abends. Auch Jannika Hutter (2014) gewann bei ihrem Debut über die 1500 Meter Gold und schrammte mit einem vierten Platz nur knapp an den Medaillenrängen der 800 Meter-Strecke vorbei, zudem unterbot sie bei den 800 Metern ihren neuen persönlichen Rekord aus dem vergagenen Monat noch einmal deutlich. Lina Tönnies (2012), die ebenfalls über die 800 Meter Freistil an den Start ging und dabei in neuer Bestzeit anschlug, gewann damit Gold. Auch Lena Berlinska (2014), Luca Schröter (2013), Janne Thomßen und Lukas Angermeyer (2010) schlugen über diese Strecke in neuer Bestzeit an, sie alle gewannen dabei Silber in der Jahrgangswertung. Cedric-Noel Kallweit (2012) tat ihnen dies mit einer Bronzemedaille und deutlicher neuer Bestzeit über die 800 Meter nahezu gleich, während Alena Niehuß (2013) das Treppchen mit einem vierten Platz nur knapp verpasste.
Nach einer recht kurzen Nacht konnte dann, verstärkt durch die Aktiven der jüngeren Jahrgänge, am am Samstag an die Erfolge des Vortages angeknüpft werden. Hier schwamm Mika Schröter (2017) als erfolgreichster WSSV-Aktiver des Tages seinem gesamten Jahrgang davon konnte am Ende des Wettkampfes mit vier Goldmedaillen sowie vier neuen persönlichen Rekorden bei vier Starts eine starke Bilanz vorweisen. Auch Emma Elisabeth Woogk schwamm erneut bei jedem ihrer Starts auf das Treppchen und ergänzte ihre Medaillensammlung vom Freitag um je drei Medaillen in Gold und Silber, womit sie die erfolgreichste WSSV-Aktive der gesamten Veranstaltung war. Luca Schröter sammelte am Samstag mit drei ersten sowie einem zweiten Platz ebenfalls weitere Podestplatzierungen, dabei schlug er außerdem nahezu jedes Mal in neuem persönlichen Rekord an. Jelka Müller (2017) tat ihm dies bei starker Konkurrenz im Jahrgang 2017 mit je zwei Medaillen in Gold und Silber nahezu gleich und auch Janne Thomßen (2009) holte vier weitere Platzierungen auf den Medaillenrängen. Trotz des langen Wettkampftages schlug sie bei jedem Sprung vom Startblock in neuer Bestzeit an und gewann damit zweimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze. Im Jahrgang 2016 sammelte das WSSV-Team ebenfalls fleißig Medaillen, hier gewannen Fabian Hoffmann und Felix Hutter (beide 2016) beide einen kompletten Medaillensatz und Hoffmann zudem eine weitere Bronzemedaille. Kurt Alexander Woogk (2018), der ein letztes Mal über die 25 Meter-Strecken an den Start ging, bevor er im nächsten Jahr die längeren Strecken schwimmt, freute sich über einen Sieg über die 25 Meter Freistil.
Svea Fischer (2016) schwamm gleich mehrfach auf das Treppchen, sie gewann dreimal Silber, unter anderem bei ihrem Debut über die 200 Meter Lagen. Auch die jüngste WSSV-Starterin, Tessa Hutter (2020) gewann Silbermedaillen, sowohl in Freistil als auch in Rücken schwamm sie bei ihrem ersten Wettkampf außerhalb Wilhelmshavens auf Rang Zwei. Lukas Angermeyer (2010) gewann ebenfalls mehrere Podestplatzierungen, er sammelte neben neuen Bestzeiten mehrere Medaillen in Silber und Bronze. Ergänzt wurde die Medaillensammlug des WSSV durch dritte Plätze von Mira Weigel (2016), Jara Sofie Reiners und Alena Niehuß (2013). Jannika Hutter, die am Vortag bereits Gold holte, verpasste das Treppchen am Samstag bei starker Konkurrenz mit vierten und fünften Plätzen nur knapp, zudem konnte sie sich über mehrere persönliche Rekorde freuen. Enno Pose (2017) erging es mit zwei vierten Plätzen und neuen persönlichen Rekorden ähnlich und auch Lia Schütz (2014) blieb zwar der Sprung aufs Treppchen versagt, konnte dafür aber mit starken Verbesserungen überzeugen. Sowohl angesichts der vielen Medaillen und neuen Bestzeiten, aber auch in Anbetracht des enormen Durchhaltevermögens vieler Kinder, die auch nach zehn Stunden im Schwimmmbad noch Bestleistungen schwammen, zeigte sich das Trainerteam bestehend aus Lina und Garnet Thomßen sehr erfeut von den Ergebnissen des Wettkampfes. Zudem sprang Trainerin Lina Thomßen (2001) selbst ins Wasser und holte dabei drei Mal Gold in der AK 20.
Im Kampfgericht waren für den WSSV Ralf Woogk, Torben Hutter, Benjamin Fischer und Wido Pose im Einsatz.
Bericht: Lina Thomßen


